Wer meine Texte liest oder mich kennt, hat sicherlich schon mal was von CreativeCommons gehört. Falls nicht: die Idee ist, Kreative Inhalte der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. (Commons ist der englische Begriff für Allmende.) Wir können nur großes erreichen, indem wir Werke von anderen wiederverwenden. Das gilt im Besonderen für die Wissenschaft, aber auch kreative Werke können, dürfen und sollen aufeinander aufbauen.
Sir Isaac Newton drückte es so aus:

“If I have been able to see further (than you and Descartes), it is because I have stood on the shoulders of giants”

Seine Erkenntnisse wären also nicht möglich gewesen, ohne das Fundament von vielen großen Wissenschaftlern vorher.

Soweit zu CreativeCommons, was ich aber eigentlich erzählen wollte ist folgendes: Auch dieses Blog steht unter einer Lizenz, die es erlaubt Inhalte wieder zu verwenden um es zu ermöglichen etwas großes draus zu machen. Patricia Kusch hat eben dies versucht und das Foto von unserem Backhausbort in ihren Artikel eingebaut. Die Seite hat für meinen Geschmack zwar etwas zu viel Werbung, aber es freut mich trotzdem, dass mein kleines Bildchen dort zu sehen ist.

Man kann mich ja durchaus zu den Amerika-Kritikern zählen und es gibt genug Beispiele für Gesetze oder deren Umsetzung die ich für äußerst fragwürdig halte. Heute habe ich jedoch ein Beispiel gefunden, von dem ich sagen muss: die USA sind uns deutschen in manchen Dingen meilenweit voraus.

Man vergleiche die die Copyrighthinweise der Webseiten der Regiserung von USA und BRD:

http://www.whitehouse.gov/copyright/
http://www.bundestag.de/interakt/impressum/index.html

Die Inhalte die von der Amerikanischen Regierung stammen und auf deren Webseite veröffentlicht sind, dürfen von ALLEN für ALLES weiterverwendet werden. Selbst Inhalte von Drittanbietern werden allem Anschein nach sofern möglich unter einer CreativeCommons-Lizenz zur Verfügung gestellt.

Die Deutsche Regierung dagegen fordert, dass man für ALLES was für nicht-private Zwecke weiterverwendet wird, eine schriftliche Genehmigung einholen muss. Also auch, wenn eine Schülerzeitung über Politik informieren will und dazu „offizielle“ Inhalte abdrucken will.

Die Amerikanische Vorgehensweise nenne ich gelebte Informationsfreiheit.

Auf den Seiten der CreativeCommons Initiative  habe ich folgendes YouTube Video gefunden, in dem ihr Gründer in 5 Minuten erklärt was es mit CreativeCommons auf sich hat.



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