Archiveinträge für März 2010


Selbst gebackenes Holzofenbrot und Pizza sind was leckeres. Leider sind in vielen Dörfern die traditionsreichen Backhäuser immer mehr am verschwinden, da sie kaum noch genutzt sind und den Gemeinden auf den Taschen liegen. Wer dennoch nicht verzichenten möchte könnte sich für das Buch Holzbacköfen im Garten interessieren. Es ist mittlerweile in der 12. Auflage beim Ökobuch-Verlag erhältlich und hat eine vielversprechende Beschreibung:

Rechte am Bild: Ökobuchverlag, nicht CC

Der Backofen im Freien erlebt eine Renaissance, nicht nur, weil darin wohlschmeckendes Holzofenbrot gebacken werden kann. Wer es schon einmal erlebt hat, weiß auch um das sinnliche Vergnügen, kulinarische Genüsse wie Flammkuchen oder Hähnchen im Lehm-Mantel genießen zu können, denen noch die Kraft des Feuers anhaftet. Wie die reich bebilderte geschichtliche Einführung zeigt, haben sich die Ofenformen und Backtechniken von Stein- oder Lehmbacköfen in den letzten eintausend Jahren nur wenig verändert. Schwerpunkt des Buches sind detaillierte Bauanleitungen vom einfachen, in wenigen Stunden zu realisierenden Lehmofen bis zum gemauerten Brotbackhäuschen. Mit vielen praktischen Erfahrungen und Ratschlägen für den Selbstbau sowie pfiffigen Tips und Rezepten eines langjährigen Eigen-Brötlers für alle, die einen freistehenden Holzbackofen im Garten selbst bauen wollen.

Für Haus- und Gartenbesitzer, Gruppen, Geniesser und Lebenskünstler.

„Für alle, die etwas tiefer in die Bautechnik von Backhäusern, Feld- und Lehmbacköfen einsteigen wollen, bietet das Buch reich bebilderte Bauanleitungen, technische Ratschläge vom Fundament bis zum Schornstein und eine Reihe ausprobierter Backrezepte.“ (Selbermachen)

Also auf zur nächsten Buchhandlung und dann zum Baumarkt. Guten Appetit!

Dieses Jahr machten wir Bekanntschaft mit kleinen orange farbenen Larven, die an unseren Himbeerruten solche Verwucherungen verursacht haben:

Himbeergallmücke

Es handelt sich um die Larven der Himbeergallmücke, welche zu den beißenden Insekten gehört. (Ordnung der Zweiflügler (Diptera), Unterordnung der Mücken (Nematocera) und Familie der Gallmücken (Cecidomyiidae).) Ab April fliegen die Gallmücken und legen im Mai/Juni Eier an den Ruten ab. Aus diesen schlüpfen dann Larven, die sich in die Ruten bohren. Dort regen sie die Pflanze zu diesen Wucherungen an. In der Regel trocknet die Rute dann oberhalb der Befallsstelle aus.
Die Wucherungen bezeichnet man auch als Gallen, was der Mücke auch den Namen verschafft hat. Die Himbeergallmücke sollte man nicht mit der Himbeerrutengallmücke verwechseln. (Diese legt die Eier in den Boden und verursacht kaum direkte Schäden, es folgt aber oft Pilzbefall und Rutenkrankheit.)

Himbeergallmücke

Im Haus- und Kleingarten gibt es genau eine zugelassene Bekämpfungsmethode und die heißt wegschneiden. Für den Erwerbsanbau kommt Acetamiprid (enthalten in Mospilan SG) oder lambda-Cyhalothrin (in Karate Zeon Technologie und Trafo WG enthalten) in Frage.